Wein aus Australien

Wein Herkunftsland – Australien

Wein von Down Under

Bereits im 18. Jahrhundert wurde das erste Mal in Australien Wein angebaut. Im Jahre 1788 brachte der englische Gouverneur Weinstöcke aus Südafrika mit, die er in Australien im Garten der Gouverneursresidenz anpflanzte. Als sie nach drei Jahren Trauben trugen, war der Beweis erbracht, dass sich das Klima zum Weinbau eignet. Schnell fanden sich Nachahmer. Engländer in Victoria, Neu Südwales und Westaustralien pflanzten Reben und gründeten Weinbaubetriebe. Anfangs wurden eher einfache Rebsorten verwendet, da der angebaute Wein nur der Versorgung der einheimischen Bevölkerung diente und nicht für den Export vorgesehen war. Auf Tasmanien, einer Insel unterhalb des südöstlichen Zipfels des australischen Kontinents, wurde der Weinbau von den Schweizern eingeführt, die bereits 1820 den ersten Räuschling anpflanzten, eine alte Schweizer Rebsorte, die heute weitgehend vom Müller-Thurgau verdrängt ist. Um 1850 ließen sich deutsche Siedler in Südaustralien nieder und begannen dort mit dem Weinbau. So begann die wechselvolle Geschichte des australischen Weines. Kurze Zeit später, Mitte des 19. Jahrhunderts, fiel die Reblaus ein und vernichtete einen großen Teil der Reben. Aber die Weinbauern hielten an dem Glauben fest, dass die Klimazone ideal für den Weinbau sei und machten sich erneut an die Arbeit.

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Weine aus Bulgarien

Wein Herkunftsland – Bulgarien

Jahrtausende alte Tradition

Allzu viel ist – noch – nicht bekannt über das Land zwischen Rumänien, Griechenland und dem Schwarzen Meer, das 2007 in die Europäische Union aufgenommen wurde.
Die Flüsse Donau und Mariza haben gemeinsam mit ihren Nebenflüssen über Jahrmillionen das Land auf im Osten der Balkaninsel geografisch geprägt. Tiefebenen mit ihren fruchtbaren Lössböden bestimmen zu über zwei Dritteln das Territorium der heutigen Republik Bulgarien. Kein Wunder, dass der Weinanbau in dieser Region auf eine Jahrtausende alte Geschichte zurückblicken kann. Im 8. Jahrtausend vor Christus besiedelten die Thraker das Land, ein indogermanisches Volk, das bereits von dem griechischen Dichter Homer in seiner Ilias wegen seiner Waffen und Pferde gerühmt wurde. Bis in diese Zeit ist der Weinanbau historisch belegt. Erweitert und kultiviert wurde er durch die Römer mit der Folge, dass der thrakische Wein im gesamten Römischen Reich berühmt wurde.

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Wein aus Spanien

Wein Herkunftsland – Spanien

Spanien, Wein und Tradition

In Spanien wird eigentlich schon immer Wein angebaut. Nachgewiesen ist der Weinbau bis ins Jahr 4000 v. Chr., kaum ein Land kann auf eine so lange Tradition zurückblicken. In Cádiz, von den Phöniziern im Jahre 1100 v. Chr. gegründet, wurde in größerem Maße Weinbau betrieben, der sich weiter über die iberische Halbinsel ausbreitete. Als die Kartharger die Region eroberten, übernahmen sie den Weinbau von ihren Vorgängern. In den punischen Kriegen 300 und 200 v.Chr. schließlich eroberte Rom Spanien. In der Folge kam es zu einer außerordentlichen Blütezeit für spanischen Wein, der in Rom sehr geschätzt und, laut zahlreicher Amphorenfunde, auch in großen Mengen konsumiert wurde. Als Proviant für die Soldaten des Römischen Reiches kam spanischer Wein bis nach Nordfrankreich und England.

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Weine USA

Wein Herkunftsland – USA

Unter der Sonne Kaliforniens

In Florida, genauer gesagt in Jacksonville, wurde Mitte des 16.Jahrhunderts in den heutigen USA der erste Wein gekeltert. Hugenotten legten hier zweihundert Jahre, bevor in Kalifornien der Weinanbau begann, die ersten Weinberge an. Hier waren es zuerst die Mönche, die europäische Rebsorten vorwiegend zur Messweinerzeugung anpflanzten. Der einsetzende Goldrausch im 19. Jahrhundert lockte neben unzähligen Glücksrittern auch Siedler aus Europa, wie Frankreich oder Deutschland an, die ein großes weinbauliches Fachwissen mitbrachten und Kalifornien zu einem der wichtigsten Weinbauregionen der USA werden ließen. Weine aus dem Napa Valley und Sonoma Valley, aus Mendocino und Santa Cruz gehören zur Weltspitze, die den Vergleich mit Spitzenweinen aus Frankreich, Österreich oder Italien nicht scheuen müssen. Bei durchschnittlich warmen Temperaturen und unter dem kühlenden Einfluss des Pazifiks reifen in dem Sonnenstaat reinsortige Rotweine. Eine der häufigsten Sorten ist die Zinfandel-Traube. Aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir entstehen hier besonders kraftvolle und fruchtige Weine. Zu den wichtigsten Weißwein-Rebsorten gehören in dieser Region Chardonnay und Sauvignon Blanc.

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Weine aus Südafrika

Wein Herkunftsland – Südafrika

Das Kap als Weinregion

Der niederländische Schiffsarzt und Kaufmann Jan van Riebeeck begann mit dem Weinbau Mitte des 17. Jahrhunderts in der Nähe des heutigen Kapstadt. Eigentlich sollte er im Auftrag der Vereinigten Ostindien Kompanie hier auf der Route zwischen Europa und Indien eine Proviantstation aufbauen. Die Unerfahrenheit der Einheimischen, aber auch das Desinteresse der etablierten europäischen Weinnationen ließ den Weinanbau am Kap nur langsam in Gang kommen. Von den französischen Hugenotten unterstützt, entstanden im 17. Jahrhundert Weingüter wie Boschendal und Annandales Wines, die heute noch existieren. Die Nachfolge van Riebeecks trat Simon van der Stel an. Er war der erste Gouverneur der Kapkolonie und Gründer der Siedlung Stellenbosch. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte der Weinbau in Südafrika eine erste Blütezeit. 1925 wurde die autochthone Rebsorte Pinotage entwickelt und 1961 erfolgreich auf den Markt gebracht. Die Rebsorte ist eine Kreuzung aus Cinsault und Pinot Noir. Sie ist sehr zuckerhaltig und wird meist sortenrein gekeltert. In den 1980er Jahren wurden die Einfuhrbeschränkungen für Rebenstecklinge gelockert und mit Ende der Apartheidpolitik öffnete sich das Land den westlichen Märkten und so wurde der Wein aus Südafrika auch in Mitteleuropa bekannter.

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Portugische Weine

Wein Herkunftsland – Portugal

Wein und Weltmacht

Im Norden des Landes am Fluss Douro liegt die Weinregion Alto Douro, das älteste geschützte Weinbaugebiet der Welt. Schon während der Altsteinzeit, dem Paläolithikum, siedelten in dieser Region Menschen und bereits seit der Bronzezeit wurden Trauben zu Getränken verarbeitet. Aber erst die Römer waren es, die hier vor etwa 2000 Jahren mit dem eigentlichen Weinanbau begannen. Die Sueben führten diese Tradition fort und später die Mauren, auch wenn unter deren Herrschaft die Weinproduktion deutlich zurückgefahren wurde. Zisterziensermönche mit insgesamt einhundert Klöstern im Land förderten dagegen den Weinbau im 12. Jahrhundert nachhaltig. Unter Dom Dinis, dt. König Dionysius, der intensiv die Landwirtschaft und den Weinbau unterstützte, konnte dank der hohen erwirtschafteten Erträge die portugiesische Handelsflotte aufgebaut werden, die später die Grundlage bildete für den Aufstieg Portugals zur Weltmacht.
Ende des 17. Jahrhunderts lernten englische Weinhändler den portugiesischen Wein schätzen, nachdem auf den französischen empfindlich hohe Zölle erhoben wurden. Portwein und Madeira gehörten zu den beliebtesten Weinen. Daraufhin erließ Portugal im Jahre 1756 als erstes Land ein Gesetz, das die Begrenzung eines Anbaugebiets bestimmte. Es war das Portwein-Gebiet im Alto Douro. Heute gehört die gesamte Weinregion Alto Douro zum UNESCO-Welterbe.

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Wein aus Argentinien

Wein Herkunftsland – Argentinien

Im Schutz der Anden

Die Rebflächen Argentiniens sind stark zergliedert und erstrecken sich entlang der Ausläufer der Anden bei einer Breite von 100 Kilometern über eine Länge von über 1700 Kilometern.
Die Anbaugebiete liegen im Westen des Landes zwischen dem Departamento Cafayatein der Provinz Salta im tropischen Norden des Landes und Ostpatagonien im Süden auf einer Höhe von 600-1700 Metern und teils noch deutlich darüber. Trotz stetiger Hagelgefahr ist das Klima für die Reifung der Trauben ausgesprochen günstig. Die Höhenlagen und die Nähe zu den Anden mildern spürbar die oft extreme Mittagshitze. Generell ist die Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht aber groß genug, damit Weine von hoher Qualität produziert werden können. Da die Niederschläge im Land des Tango und des Fußballs aber sehr gering sind, wird das Schmelzwasser der Anden zur Bewässerung genutzt.

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